Wissenschaftliche Studien - Reduzierung der Wildunfälle
Wiss. Studien – Akustisch-Optische Wildwarner
Die Studie von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)
Die Studie zeigt, dass Wildwarner die Zahl der Wildunfälle auf Tirols Strassen deutlich reduzieren können. Besonders wirksam ist die Kombination aus Reflektoren und akustischen Wildwarnern, wodurch laut Studie bis zu 70 % weniger Wildunfälle entstehen. Entscheidend für den Erfolg sind die richtige Auswahl, Montage und Wartung der Systeme.
Ziel ist es, Wildtiere vom Überqueren der Straße abzuhalten und dadurch Unfälle, Tierleid und wirtschaftliche Schäden zu reduzieren.
Wichtige Punkte:
- Tirol, die Jägerschaft und Straßenmeistereien arbeiten seit 2014 gemeinsam an dem Projekt. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch Land Tirol und Jägerschaft.
- Der durchschnittliche volkswirtschaftliche Schaden beläuft sich pro Unfall auf rund 2.500 €.
- Eingesetzt werden Reflektoren und akustische Warnsysteme. Die Studie der BOKU Wien, von Dr. Wolfgang Steiner, in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich und Steiermark belegt einen Rückgang von Wildunfällen bei Einsatz von Reflektoren :
- ca. 40 % weniger Wildunfälle mit Reflektoren
- bis zu 70 % weniger bei Kombination aus Reflektoren + akustischen Warnsystemen.
- Besonders hervorgehoben wird das akustische System von WEGU-GFT, das wegen besserer Haltbarkeit (verschweisstes Gehäuse, Kondensator anstatt Akku) bevorzugt wurde.
- Der Bericht betont, dass jede Strecke individuell bewertet werden muss (Topographie, Bewuchs, Wildwechsel, Wildfütterungen etc.), damit die Systeme wirksam sind.
- 2018 lag der Schwerpunkt auf Optimierung bestehender Strecken, Wartung und Evaluierung der Wirksamkeit. Einige Straßen zeigten deutliche Verbesserungen, andere benötigten Nachrüstung oder Anpassungen.
- Für die Zukunft wurde ein Leitfaden erstellt, um Auswahl, Montage und Kontrolle der Wildwarnsysteme zu standardisieren.
Entlang der Streckenabschnitte im Tirol konnten durch den Einsatz von Reflektoren und einer Kombination von Reflektoren mit akustischen Wildwarnern deutlich reduziert werden.
Die WiConNET-Studie (Kanton Zürich)
Die WiConNET-Studie bewertet aktive Wildwarnsysteme deutlich positiver als passive Wildreflektoren.
Die wichtigsten Aussagen zu WEGU:
- Passive Wildreflektoren allein zeigen laut mehreren Untersuchungen oft keine eindeutig nachweisbare Wirkung auf das Verhalten der Tiere oder die Zahl der Wildunfälle.
- Aktive akustische Systeme wie die WEGU „Day and Night“-Wildwarner werden dagegen als wesentlich wirksamer beschrieben.
- In einem deutschen Bahnprojekt auf der Strecke Weiden–Nürnberg wurde mit WEGU-Systemen laut DB-Regio eine Reduktion der Wildunfälle um rund 75 % erreicht.
- Auf österreichischen Teststrecken der WiConNET-Untersuchung wurden teilweise sogar Rückgänge von bis zu 80 % weniger Fallwild festgestellt.
- Gleichzeitig betont die Studie, dass die Wirksamkeit stark von der richtigen Planung abhängt:
- Standortwahl
- Vegetation
- Wildwechsel
- Wartung
- korrekte Montage
Fazit der Studie:
Aktive akustische Wildwarnsysteme wie WEGU zeigen laut WiConNET deutlich bessere Ergebnisse als reine Reflektorlösungen und können Wildunfälle erheblich reduzieren — vorausgesetzt, die Systeme werden fachgerecht eingesetzt und betreut.
1. Überwindung des Gewöhnungseffekts
Ein grosses Problem bei vielen Systemen ist, dass Tiere sich an Geräusche gewöhnen. Der akustische Wildwarner nutzt jedoch variable Frequenzbereiche. Da der Ton nicht immer exakt gleich klingt, stufen die Tiere ihn dauerhaft als potenzielle Gefahr oder zumindest als „unbekanntes Störsignal“ ein, das Vorsicht gebietet.
2. Hohe Verhaltensänderung bei den Tieren
Die Auswertungen (oft via Wildkameras gestützt) zeigen eine signifikante Änderung des Tierverhaltens:
Stopp-Reaktion: Tiere bleiben am Waldrand stehen.
Meideverhalten: Die Tiere meiden die Fahrbahn während der aktiven Warnphase.
Statistik: In Testgebieten sank die Zahl der Wildunfälle nachweislich, oft im zweistelligen Prozentbereich.
3. Unabhängigkeit von Umweltfaktoren
Herkömmliche optische Warner (Reflektoren) versagen oft bei Verschmutzung, ungünstigen Winkeln oder Nebel. Das akustische Signal durchdringt auch dichtes Gebüsch und ist wetterunabhängig wahrnehmbar.
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